Mittwoch, 16. Mai 2018

Nur drei Worte

Titel: Nur drei Worte

Cover: *klick*

Autor/in: Becky Albertalli

Verlag: Carlsen-Verlag
(Verlinkung wird gemäß § 2 Nr. 5 TMG als Werbung gekennzeichnet)

Seitenzahl: 320 Seiten

Preis: €16,99 [D] (Paperback) €11,99 [D] (E-Book)

ISBN: 
978-3-551-55609-7

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Was Simon über Blue weiß: Er ist witzig, sehr weise, aber auch ein bisschen schüchtern. Und ganz schön verwirrend. Was Simon nicht über Blue weiß: WER er ist. Die beiden gehen auf dieselbe Schule und schon seit Monaten tauschen sie E-Mails aus, in denen sie sich die intimsten Dinge gestehen. Simon spürt, dass er sich langsam, aber sicher in Blue verliebt, doch der ist noch nicht bereit, sich mit Simon zu treffen. Dann fällt eine der E-Mails in falsche Hände – und plötzlich steht Simons Leben Kopf. Quelle










Inhalt:
Nur drei Worte ist die Geschichte eines Jungen, Simon, der eigentlich ein ganz normales Leben hat. Er hat tolle Freunde, geht zur Schule, seine Familie (vor allem seine Eltern) kann ganz schön nervig sein, aber er liebt sie trotzdem. Und: Simon ist schwul. Niemand weiß davon und wenn es nach ihm geht, soll dies auch noch für eine Zeit so bleiben. Nicht etwa, weil sein Umfeld nicht mit seinem Coming-Out klar kommen würde, nein, der Grund ist ein anderer und er trägt den Namen Blue. Blue ist ein Junge aus Simons Schule, der ebenfalls homosexuell ist. Die zwei Jungs tauschen seit dem Sommer regelmäßig Mails miteinander aus, ohne zu wissen, wer der jeweils andere eigentlich ist.  Simon weiß nur, wie Blue tickt, dass er gerne Oreos isst, Jude ist und seine Eltern geschieden sind. Was er noch weiß ist, dass Blue schüchtern-  und noch nicht bereit dazu ist, sich zu outen. Als die Mails der beiden Jungs jedoch in falsche Hände geraten und Simon erpresst wird, wird die ganze Situation verzwickter. Denn Simon weiß, er muss auf die Forderungen des anderen Jungen eingehen um Blue nicht zu verraten, auch wenn dies bedeutet, dass er in das Leben einer seiner engsten Freunde eingreifen muss. Was noch dazu kommt ist: Simon hat sich in Blue verliebt, aber er hat keine Ahnung wer er sein könnte und Blue ist noch nicht bereit, seine Identität bekannt zu geben...

Charaktere:
Mit Simon als Protagonisten hat die Autorin einen ganz besonderen Charakter erschaffen. Ich mag seine ehrliche Art sehr gerne und auch, wie er spricht. Es hört sich vielleicht verrückt an, aber er hat eine ganz eigene Ausdrucksweise, die irgendwie richtig cool ist. Was ich auch an ihm mag sind seine Gedankengänge, von denen man vor allem in seinen Mails an Blue viel mitbekommt. Simon ist ein ehrlicher Mensch mit tollem Humor. Und: Er ist total süß! Die Art, wie er immer an Blue denkt und das alles, ich liebe es einfach! Simon ist ein wundervoller Charakter.
Einer der Nebencharaktere ist Abby, welche erst im letzten Schuljahr neu an die Schule gekommen ist. Sie ist noch nicht lange mit Simon und den anderen befreundet, aber trotzdem merkt man, wie sehr sie dazu gehört und, dass sie wirklich eine wahre Freundin ist. Sie steht immer zu Simon und das macht sie zu jemand ganz besonderem.
Leah ist Simons beste Freundin seit Kindertagen und die zwei gehören einfach zusammen. Ich kam nicht immer ganz klar mit ihr, weil sie sich manchmal selbst schlecht gemacht hat und sehr viel un Sachen interpretiert hat, die eigentlich ganz harmlos sind. Am Ende dann, hat sie mich aber richtig überrascht und ich mochte sie wieder ein bisschen lieber. Sie und Simon gehören irgendwie einfach zusammen!
Simons anderer bester Freund ist Nick, dessen Rolle im Buch gar nicht so groß ist. Er taucht hier und da mal auf, unterstützt Simon, verbringt Zeit mit ihm und den anderen und ist eigentlich nur wie so ein Schatten. Und trotzdem gehört er einfach dazu. Es würde die ganze Geschichte verändern, wenn er plötzlich nicht mehr da wäre.
Generell kann ich sagen, dass ich es unglaublich gerne mag, wie einfach alle Charaktere aus Nur drei Worte gestrickt sind. Jeder hat so seine kleinen Macken, selbst das noch so perfekte Mädchen und das fand ich wirklich ausgesprochen schön! Über Blue verrate ich nicht so viel außer: Ihr werdet ihn lieben...

Cover und Titel:
Sowohl das Cover als auch der Titel wurde im Deutschen verändert. Das Cover ist nun überwiegend blau und zeigt zwei Jugendliche, die auf einer Schaukel sitzen. Es ist schlicht, aber schön, genau das, was ich auch mit der Geschichte an sich verbinde.
Im englischen lautet der Titel Simon vs. the homo sapiens agenda und das passt auch ziemlich gut zu der Geschichte, weil es einer Textstelle gibt, wo es genau darum geht. Ich mag den Englischen Titel sehr gerne, finde aber, dass auch der Deutsche nicht schlecht ist. Er ist ganz anders, aber trotzdem gut.

Schreibstil:
Becky Albertalli schreibt in der Ich-Perspektive aus der Sicht von Simon. Ab und zu werden ein paar E-Mails in den Text eingebaut, aber ansonsten basiert die Geschichte ganz auf Simons Erzählungen. Ihr Schreibstil ist einfach, nichts kompliziertes und besteht hauptsächlich aus Hauptsätzen, was die Aussagen des Buches immer ziemlich schnell auf den Punkt bringt. Was mich sehr an ihrer Art zu Schreiben fasziniert ist ihr Humor, der nämlich wirklich göttlich ist. Ich habe während des Lesens sehr viel gelacht und das hat gut getan.

Idee und Umsetzung:
Ein Buch über zwei homosexuelle Jungs zu schreiben ist gewagt und ich habe auch vorher noch nicht ein solches Buch gelesen. Ich fand es interessant und süß und war am Ende total begeistert von der Geschichte und von Blue und Simon. Die zwei haben einfach etwas an sich, was mich zum lächeln bringt und das finde ich sehr schön. Die Geschichte klingt nach einer ganz einfachen Liebesromanze zwischen zwei Teenagern, aber sie ist so viel mehr als das. Es geht um die erste große Liebe, um die erste Erfahrung, darum, sich selbst kennen zulernen und sich so zu akzeptieren, wie man ist. Und neben all diesen persönlichen Aspekten geht es schließlich noch um unsere Gesellschaft und, wie alle Homosexualität aufnehmen. Eine Frage, die Simon sich immer wieder stellt ist, warum sich eigentlich nur homosexuelle Leute outen müssen und warum Hetero die Normalität ist. Und wenn es eins gibt, was Nur drei Worte in mir angeregt hat, dann ist es die Tatsache über all diese Fragen nachzudenken und ich bin der Meinung, dass jeder dies tun sollte.









Ich hatte immer vor Nur drei Worte zu lesen, kam aber irgendwie nie dazu. Jetzt habe ich es getan und ich würde am liebsten der ganzen Welt zurufen "lest dieses Buch!!". Ich hatte anfänglich ein paar Schwierigkeiten in die Geschichte rein zu kommen, aber es wurde immer besser und besser. Am Ende war es einfach richtig toll und ich will es jedem ans Herz legen, dieses Buch zu lesen. Dauergrinsen garantiert, das sage ich euch! 4 von 5 Sternen von mir.









Vielen Dank an den Verlag für das Rezensionsexemplar!

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