Montag, 21. Mai 2018

Love, Simon

©Mary | Instagram maryliebtlesen
Am 03. Mai hatte ich die Ehre, den Film Love, Simon, welcher auf dem Buch Nur drei Worte basiert, im Kino anzusehen. Vorher muss gesagt werden: Offizieller Kinostart ist der 28. Juni und der einzige Grund, warum ich den Film schon so früh sehen konnte, ist, dass ich und andere Blogger aus der Umgebung Hamburg, vom Carlsen-Verlag zur Preview eingeladen wurden. Vielen Dank auch noch einmal an den Verlag, das hat mir sehr viel bedeutet!
In diesem Beitrag erfahrt ihr nun alles über den Film (auch der Trailer ist weiter unten eingefügt, für die, die ihn noch nicht kennen) und, wie er mir gefallen hat. Und wer das Buch noch nicht gelesen hat, der gelangt über diesen Link zu meiner Rezension, welche ich auch empfehlen würde anzuschauen. Viel Spaß und lest unbedingt weiter, denn nur so erfahrt ihr, ob es sich wirklich lohnt, auch den Film zu sehen...

Quelle
Simon Spier ist 17 und hat ein großes Geheimnis: Er ist schwul. Schon seit längerem wartet er auf den richtigen Zeitpunkt, seinen Freunden, darunter Leah, Abby und Nick, und seinen Eltern Emily und Jack davon zu erzählen, als er sich in einen Schulkameraden verliebt, der online und anonym von seiner Homosexualität berichtet. Simon nimmt über das Internet Kontakt zu dem nur als Blue bekannten Mitschüler auf. Doch seine E-Mails werden durch einen unglücklichen Zufall von seinem Mitschüler Martin entdeckt, der ihn damit erpresst: Er droht, Simon gegen dessen Willen zu outen, wenn dieser ihm nicht hilft, Abby zu beeindrucken und zu seiner Freundin zu machen. Die wiederum steht eigentlich auf Nick... Quelle




Allgemeine Informationen:

Quelle | Nick Robinson | Simon Spier
Quelle | Katherine Langford | Leah Burke
Quelle | Alexandra Shipp | Abby Suso












Diese drei Schauspieler spielen die Hauptrollen von Simon Spier, Leah Burke und Abby Suso. Natürlich sind auch noch andere Charaktere wichtig, wie zum Beispiel Blue, wenn ich jetzt allerdings verrate, von wem er gespielt wird, würde das alles vorweg nehmen.

Greg Berlanti, der Regisseur des Filmes, ist selbst schwul, was man auch an der Art merkt, wie er an den ganzen Film und vor allem an Simon Spier herangegangen ist. Tatsächlich ist Love, Simon einer der ersten Filme mit einem homosexuellen Teenager als Hauptperson.

Meine Meinung:

Kurz bevor ich den Film gesehen habe, habe ich erst das Buch gelesen, welches mir wirklich, wirklich gut gefallen hat. Ich hatte vor allem gegen Ende nur noch ein Dauergrinsen im Gesicht und deshalb habe ich so sehr gehofft, dass der Film mir ebenfalls gut gefallen wird.
Ich fand, dass der Trailer schon vielversprechend aussah und dem entsprechend war ich guter Dinge, als er dann tatsächlich anfing. Ich finde es sehr schön, wie man an den Film heran geführt wird, und zwar erfährt man erst einmal, wer Simon überhaupt ist und bekommt einen Einblick von seiner Familie, seinen Freunden und seiner Schule. Die Stimmung ist den ganzen Film über sehr locker und die Szenen sind gefüllt von gutem Humor. Ob nun Simon selbst mit seinen Gedanken unterhaltsam ist, oder aber der Schuldirektor seiner Schule, welcher eine Vorliebe dafür hat, seinen Schülern das Handy wegzunehmen, der ganze Film hat eine wirklich gelöste und amüsante Stimmung. Aber auch die wichtigen Schlüsselszenen, zum Beispiel Simons Coming-Out wurden wirklich gut dargestellt. Als Simons Mutter sagte "Ich konnte spüren, wie du die Luft anhältst. Du bist immer noch du, Simon!", da war das ein wirklich besonderer Moment, der mich persönlich auch wirklich berührt hat. Generell muss ich sagen, dass ich an genau den richtigen Stellen immer genau das Richtige gespürt habe und wirklich zufrieden war mit der Umsetzung des Buches. Besonders das Ende... Hach alleine die Erinnerung daran. Man hat so sehr mitgefiebert und als es dann wirklich gut ausging und Simon und Blue sich getroffen haben, da war ich einfach nur noch soooo glücklich und richtig erleichtert, dass es gut ausgegangen war. Und das, obwohl ich das Buch gelesen habe und die Geschichte schon kannte. Die Freundin, mit der ich da war, war ebenfalls total begeistert von Love, Simon. Sie meinte, dass die letzten Filme, die sie im Kino gesehen hat, sie leider sehr enttäuscht haben, es aber mit Becky Albertallis Buchverfilmung ganz anders war und sie richtig glücklich darüber war, dass der Film so schön war. Ich habe mich auch noch dem Anschauen mal ein bisschen umgehört und mir ist nicht eine negative Bewertung zu Ohren gekommen, der Film ist also echt nicht schlecht, wenn nicht sogar umwerfend gut!
In diesem Abschnitt wollte ich außerdem noch einmal darauf eingehen, inwiefern das Buch gut umgesetzt wurde. Manche Buchverfilmungen misslingen ja total, weil Charaktere verschwinden, sich total anders benehmen oder einfach die Handlung komplett geändert wird. Auch Love, Simon ist keine identische Kopie des Buches. Simons große Schwester beispielsweise kommt nicht vor und ein paar Eigenschaften seiner kleineren Schwester wurden geändert. Was ebenfalls anders war, ist die Beziehung zwischen Simon und seiner besten Freundin Leah und ein paar Situationen, die geändert oder ganz gestrichen wurden. Es war aber alles im Rahmen und hat überhaupt nicht gestört, teils sogar im Gegenteil. Simons Schuldirektor, der im Film wirklich eine große Rolle spielt, wird im Buch nicht einmal erwähnt, was allerdings gar nicht schlimm war, denn ich kann mir auch nicht vorstellen, dass er so gut in das Buch gepasst hätte. Manche Sachen wurden einfach so angeglichen, dass sie für den Film besser passen, was meiner Meinung nach wirklich in Ordnung ging. Eine Buchverfilmung soll ja auch keine exakte Kopie der Geschichte- sondern nur an sie angelehnt sein und ich finde, das haben der Regisseur und sein Team tadellos umgesetzt.

Love, Simon  ist ein Film, der es ,trotz seines schon recht ernsten Hintergrundes, schafft, den Zuschauer zum Lachen zu bringen und an genau den richtigen Stellen auch zum Weinen. Der Film hat ein Feuerwerk der Gefühle in mir hervor gerufen und hält auf jeden Fall, was er verspricht. Anschauen, wenn man mal wieder etwas zum Lachen haben möchte, es einem aber trotzdem auch nahe gehen soll. Wegschauen, wenn man nicht auf süße Liebesgeschichten mit vorprogrammiertem Dauergrinsen steht. Ach was: Anschauen! Egal, ob man der Typ dafür ist oder nicht!

Zum Schluss noch einmal ein herzliches DANKE an den Carlsen-Verlag für die Bereitstellung der Kinokarten und für den wunderschönen Abend. Besonders die Tatsache, dass es Oreos gab, hat mir sehr gut gefallen. Und der Film. Natürlich der Film. #lovesimon

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen